Europameister 2019!
Fünf anstrengende, aufregende, und emotionale Tage bei den Europameisterschaften in Reggio Emilia, Italien liegen hinter uns und Trainerin Annette Ziegenhagen-Gielnik. Diesen Wettbewerb werden wir, so schnell nicht vergessen.
Bericht: Alena Riemenschneider
Die intensive Vorbereitung, Verletzungen im Training, ein Knochenbruch vor Ort in Italien sowie die Achterbahnfahrt der Gefühle zahlten sich schließlich aus. Das „Dream Team“ ist Europameister 2019 im Formationslaufen.
Mit der Umstellung des Bewertungssystems im vergangenen Jahr waren auch Veränderungen in den Vorgaben für den Programmaufbau von Formationen verbunden. Gemeinsam mit ihrem Choreographen Gert Hoffmann aus Berlin hatte das „DREAM TEAM“ daraufhin die Kür zu großen Teilen überarbeitet und angepasst. Seitdem arbeitete die Mannschaft jedes Wochenende bis zu zwölf Stunden intensiv mit Trainerin Annette Ziegenhagen-Gielnik an den neuen Elementen und Schritten, mit der sie bei den Europameisterschaften punkten wollten. Nach dem Gewinn des World Cups im Herbst 2018 war das Ziel deutlich vor Augen – die Erwartungen hoch.
Mit dem Bus reiste das Team über Nacht in Reggio Emilia an. Nach der Ankunft wurden die Hotelzimmer bezogen und anschließend stand schon das erste Training auf dem Programm. Voller Motivation gingen die Sportler auf die Bahn. Jedoch passierte nach kürzester Zeit ein schwerer Sturz und die Läuferin musste in das örtliche Krankenhaus gebracht werden. Dort erhielt sie die Diagnose eines Bruches, was für sie das Ende des Wettbewerbs und für das „DREAM TEAM“ einen Rückschlag in der Vorbereitung bedeutete. Doch für die Mannschaft und Trainerin Annette Ziegenhagen-Gielnik war Aufgeben keine Alternative. Die Aufstellung wurde verändert, zwei Läuferinnen wechselten auf eine andere Position und eine Ersatzläuferin musste ran. Nun galt es, in drei Trainingseinheiten das Programm flüssig zum Laufen zu bringen.
Am Morgen des Wettkampftages fand das offizielle Training statt. In 20 Minuten musste sich das Team vor allem an die verhältnismäßig kleine Lauffläche in der Wettkampfhalle gewöhnen. Die Elemente liefen jedoch gut, sodass Sportler und Trainer zufrieden und mit einem sicheren Gefühl von der Bahn gingen. Am späten Nachmittag war es schließlich soweit und das „DREAM TEAM“ ging mit Startnummer drei auf die Fläche. Ihr Programm zum Thema „Battlecry“ setzte das Team während des Laufs choreografisch und ausdrucksstark hervorragend um. Viele schwierige Manöver, auf denen im Training das Hauptaugenmerk gelegen hatte, gelangen den Sportlern nahezu perfekt. Leider stürzten im mittleren Teil der Kür zwei Läuferinnen, kamen aber schnell wieder auf die Beine, sodass das darauffolgende Element wieder sauber ausgeführt werden konnte. Das Team zeigte im weiteren Verlauf höchste Präzision und Dynamik. Auch die anspruchsvollen Hebefiguren wurden ebenso wie gerade Linienelemente und gleichmäßige Schritte exakt ausgeführt. Unter großem Beifall beendete die Formation ihre Kür. Die gute Leistung des Teams spiegelte sich in der Benotung der Wertungsrichter wider und bedeutete vorerst Rang eins. Jedoch folgten auf das „REAM TEAM“ die amtierenden Europameister aus Italien, die sich überzeugt präsentierten und ihre Kür sauber und ohne Sturz zeigten. Die Anspannung war riesig, als Läufer, Trainer und Zuschauer auf die Wertung warteten. Als diese schließlich auf dem Bildschirm erschien, war der Jubel im deutschen Block groß und die Freudentränen flossen. Trotz der beiden Stürze gewann das „DREAM TEAM“ mit knapp sieben Punkten Vorsprung den Europameistertitel. Gefeiert wurde auf der Rückfahrt im Reisebus bis in die frühen Morgenstunden und bei der Ankunft in Einbeck erwartete die Europameister ein toller Empfang durch die Vereinsmitglieder des RSV Einbeck