2009 – das Jahr des neuen/alten Weltmeisters

Europameisterschaft im Land des Rollkunstlaufens

Die Saison 2009 begann im Mai mit der Europameisterschaft in Italien. Mit dem Bus ging es mit Familie und Fans im Gepäck ins ca. 18 Stunden entfernte sonnige
Reggio Emilia. Ebenfalls mit dabei war zum ersten Mal unser Junioren Dream Tream. Wir liefen, wie auch im Jahr zuvor, zu der Musik „Hava Nagila“. Kurz vor der Meisterschaft standen wir jedoch unter Schock: eine Läuferin verletzte sich beim Einzeltraining, so dass sie bei dieser Meisterschaft nicht mitlaufen konnte. Kurzfristige Änderungen mussten vorgenommen werden. Vor Ort jedoch verlief das offizielle Training vielversprechend, sodass wir voller Hoffnung in den Wettbewerb starten konnten. Nach stundenlanger Vorbereitung mit Haare machen und schminken war es dann soweit: wir betraten die Lauffläche vor tausenden europäischen Rollkunstlauf-Fans. Wir liefen eine saubere Kür mussten jedoch trotzdem die Wertung abwarten, denn auch die anderen Teams aus z.B. Italien kam sauber durch ihre Küren. Nach gefühlten Stunden stand dann aber fest: wir sind Vize-Europameister! Nur ein Team aus Italien, Team Albinea, hatte uns geschlagen!!! Bei der Siegerehrung war dann das GESAMTE Team anwesend, auch unsere verletzte Läuferin war trotzdem mitgekommen, um uns zu unterstützen! Nach der Siegerehrung hieß es dann aber direkt umziehen und ab nach Hause!

EM 2009

Nationale Meisterschaften 2009

Im Sommer fanden dann die nationalen Meisterschaften statt. Nach Lüneburg fuhren wir um an der Landesmeisterschaft teilzunehmen. Ziel war natürlich den Titel „Landesmeister“ aus dem Vorjahr zu verteidigen, jedoch hatten wir starke Konkurrenz aus Osnabrück und Delmenhorst. Wie auch bei der EM zuvor liefen wir zu „Hava Nagila“ eine saubere Kür und konnten uns danach erneut Landesmeister nennen.

LM 2009

Zur Norddeutschen Meisterschaft lud der Verband nach Hamburg. Nach einer ca. dreistündigen Autofahrt ging es direkt ins offizielle Training. Da wir diese Kür die 2. Saison liefen konnten wir dieses Training ohne große Ungleichheiten oder Fehlern hinter uns bringen. Am Abend folge der Wettkampf. Auch hier präsentierten wir unser Programm ohne Fehler und konnten uns danach Norddeutscher Meister nennen. Im August ging es dann nach Heilbronn. Auch hier fuhren wir gemeinsam mit unseren Fans mit dem Bus. Morgens begann für uns das Training, jedoch durften wir zuerst unserer Konkurrenz aus Delmenhorst, Hanau und Winnenden beim Training zusehen. Unser Training verlief dieses Mal nicht ganz so gut, denn wir hatten einen kleinen Verlust eines Stoppers bei einer Läuferin und ein Verzählen der „Kommandeuse“, wie Wolfgang immer zu sagen pflegte, auf das ein kleines Chaos folgte.
Wir mussten dies aber runterschlucken und zum Wettbewerb noch einmal Vollgas geben. Dies gelang auch bis ........ ein Sturz in einer Waage beim Übersteigen. Bei der folgenden Videoanalyse bestätigte sich unsere Vorahnung. Auf der Bahn lag ein kleiner Strassstein über den unsere Läuferin stürzte. Leider kostete uns DIESER STRASSSTEIN den Titel und wir wurden Vize-Deutscher Meister hinter dem Team aus Delmenhorst.

Entäuschung darüber und Angst nicht zur Weltmeisterschaft in Freiburg geschickt zu werden machte sich breit. Doch dann die tolle Nachricht: wir dürfen neben dem Team aus Delmenhorst in Freiburg an den Start gehen!!

WM auf heimischen Boden

Viele Trainingseinheiten folgten in den nächsten Monaten, denn bis zur WM im November sollte die Kür „Hava Nagila“ noch besser werden. Auch vor Ort folgten noch Trainingseinheiten in einer anderen Halle. Diese nutzen wir auch um unseren Auf- und Ablauf zu verbessern. Der Schock der DM saß immer noch tief und somit forderte Wolfgang uns auf vor unserem Lauf in einer langen Reihe die Fläche zu überqueren, um nach Strassteinen zu suchen und aufzusammeln. Wir sahen uns alle mit großen Augen an und dachten
er will uns veräppeln, aber dies war nicht der Fall. Es war Wolfgangs voller Ernst.

Nun gut... Am 21.11. feierten wir morgens noch den Geburtstag einer Läuferin. Ihrer Wunsch an uns: Lasst uns gut laufen und Weltmeister werden!! Nach den Frühstück fuhren wir in die Wettkampfhalle für das offizielle Training. Mit einem guten Gefühl konnten wir dieses abschließen und uns an die Vorbereitungen machen. Mit dem Klassiker „Hacke, Spitze, hoch das Bein“ hatten wir viel Spaß beim Aufwärmen vor der Halle. Einige Zeit hatte wir vor unserem Wettbewerb noch und somit sahen wir uns gemeinsam noch den Wettbewerb der Männer an. Küren ohne Fehler mit Wertung bis zu 9,9 konnten bejubelt werden. Das wollen wir auch, dachten wir uns.... Und dann ging es los. Mit der vorletzten Startnummer gingen wir an den Start. Achso, kurz vor unserem Lauf verkündete Wolfgang dann doch, dass wir auf das neu trainierte Auflaufen verzichten. Mann, waren wir erleichtert.... Der erste Ton erklang, wir standen auf uns wir liefen die beste Kür der letzten zwei Saisons.

Der letzte Ton wurde leise, der Jubel der 3500 Zuschauer wurde atemberaubend laut und wir hofften, dass wir es geschafft haben. Mit Wertungen bis zu 9,8 konnten wir die bisher gelaufenen Teams übertrumpfen. Wir liefen von der Bahn und die Freude war jetzt schon riesig. Aber ein Team musste ja noch laufen. Somit stellten wir uns an die Lauffläche, hielten uns an den Händen und schauten gebannt zu. Ein Sturz des Teams, ein freudiger Schockmoment durchfuhr unsere Reihen. Die Wertung folgte und wir konnten unseren Augen nicht trauen.

WELTMEISTER 2009. Und das im eigenen Land!! UNGLAUBLICH

Rollschuhe aus, rauf auf die Tribüne und feiern mit unseren Fans. Das war unser Gedanke nach der ersten Feierei! Wir wurden bereits empfangen mit Sekt und lauten Geschrei!! Auch neue Fans konnten wir in Empfang nehmen und Autogramme mussten geschrieben werden!! Nach weiteren Wettbewerben folgte die Siegerehrung. Diese genossen wir natürlich in Vollen Zügen und sagen lautstark unsere Nationalhymne!
Danach ging das Feiern in einem Restaurant weiter. Der neue Weltmeister im Formationslaufen wurde standesgemäß begrüßt. Sekt und Snacks standen bereit. Jedoch musste die Feier auch irgendwann zu Ende gehen, denn am nächsten Tag folge die Abreise. Aber auch zu Hause wurden wir von den daheimgebliebenen bejubelt und es folgten diverse Ehrungen der Städte.

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